Second-Hand-Laden mit Kleiderstangen, gebrauchten Jacken auf Holzbügeln und einem Regal
Zwischen Sozialkaufhaus, Kleiderladen und Tauschbörse liegt in Hildesheim mehr als nur der Preis.

AWO BAZARO

Das BAZARO der AWO versteht sich als „der soziale Marktplatz in Hildesheim". Gespendete Möbel, Kleidung und Elektrogeräte werden dort aufgearbeitet und im hauseigenen Laden verkauft - dazu Küchenutensilien, Geschirr, Spielzeug, Bücher, Musik, Filme und PC-Spiele.

AWO BAZARO

Cheruskerring 47a, 31137 Hildesheim
Telefon 05121 281281-1
Mo bis Do 9.30 bis 15.30 Uhr, Fr 9 bis 15 Uhr (Pause 12.30 bis 13 Uhr)
Dieselben Zeiten gelten für Annahme und Verkauf

4-6
Wochen Vorlauf für Abholung
Mi + Do
Öffnungstage des DRK-Shops
Mo-Fr
Kleiderspende beim DRK möglich
0 €
Verschenkbörse des ZAH

Wer dort einkaufen darf

Das BAZARO ist kein offener Trödelladen. Einkaufen können Menschen, die Leistungen beziehen - BAföG, Arbeitslosengeld oder Grundsicherung - sowie Alleinerziehende und Menschen mit geringem Einkommen, jeweils mit Nachweis.

Möbelspenden abholen lassen

Die Einrichtung hat einen eigenen Transporter, mit dem Spenden abgeholt werden können. Der Haken: Es ist mit Wartezeiten zu rechnen, und die Anmeldung sollte etwa vier bis sechs Wochen vorher erfolgen. Wer eine Wohnung auflöst, plant das also besser gleich mit ein - kurzfristig geht es nicht.

DRK-Shop am Brühl

Der Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes wird ehrenamtlich betrieben und hat gegenüber der früheren Kleiderkammer einen entscheidenden Unterschied: Man sucht selbst aus und kann anprobieren, statt an einer Durchreiche zu stehen.

DRK-Shop Hildesheim

Brühl 8, 31134 Hildesheim
Geöffnet mittwochs 9 bis 12 Uhr und donnerstags 14 bis 17 Uhr
Kleiderspenden: Mo bis Fr 9 bis 14 Uhr im DRK-Zentrum, Brühl 8
Kontakt: 05121 9360 0, sekretariat@kv-hildesheim.drk.de

Angenommen wird saubere, tragbare Kleidung - und das ist wörtlich gemeint. Was man selbst nicht mehr anziehen würde, gehört in den Altkleidercontainer oder in den Restmüll, nicht in die Spende.

Das Angebot richtet sich an bedürftige Menschen. Für alle anderen sind die folgenden Wege die passenden.

Verschenken und Tauschen

Der einfachste Weg für gut erhaltene Dinge läuft über den ZAH: Der Abfallzweckverband betreibt eine kostenlose Verschenk- und Tauschbörse. Wer etwas übrig hat, stellt es ohne Anmeldung ein; wer etwas sucht, stöbert ohne Kaufzwang.

Das Einstellen ist bewusst simpel gehalten: Auf „Inserat aufgeben" klicken, Angaben eintragen, veröffentlichen. Zum späteren Löschen braucht es nur die Nummer, die beim Erstellen vergeben wurde. Der ZAH empfiehlt die Börse ausdrücklich Studierenden, jungen Familien und kreativen Köpfen - genau die Gruppen, die sonst neu kaufen würden.

Bevor der Schrank zum Sperrmüll wird, lohnt der Umweg über die Börse. Sperrmüll kostet zwar für private Haushalte zweimal im Jahr nichts, aber die Abholung dauert zwei bis vier Wochen - und ein funktionierender Schrank ist im Zweifel schneller verschenkt als abgeholt. Mehr dazu auf der Seite zu Müll und Abfall.

Upcycling im Faserwerk

Manches muss gar nicht ersetzt werden. Das Faserwerk am Ottoplatz, ein Projekt der Kulturfabrik Löseke, betreibt montags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr eine offene Nähwerkstatt - dort lässt sich reparieren, ändern und umarbeiten, mit Anleitung und ohne Vorkenntnisse.

Dazu kommt ein Kreativ-Laden zum Stöbern. Wie das Angebot genau funktioniert und was es nicht ist, steht auf der Seite zum Reparieren in Hildesheim.

Richtig spenden

Die häufigste Enttäuschung auf beiden Seiten entsteht durch falsche Erwartungen. Vier Regeln helfen:

👕

Nur Tragbares

Sauber, ganz, ohne Flecken - sonst Altkleidercontainer

🛋️

Möbel früh anmelden

Vier bis sechs Wochen Vorlauf beim BAZARO

🔌

Geräte funktionsfähig

Defektes gehört zum Wertstoffhof, nicht zur Spende

📦

Sortiert anliefern

Getrennt nach Kleidung, Hausrat und Elektro

Was sich nicht mehr spenden lässt, ist damit nicht automatisch Restmüll: Elektrogeräte, Metall und Textilien nimmt der Wertstoffhof an der Mastbergstraße an - kostenlos und unabhängig vom Zustand.

Die Reihenfolge, die funktioniert

Bei einer Haushaltsauflösung lohnt sich diese Abfolge: Erst die Verschenk- und Tauschbörse für alles Gute, dann das BAZARO für Möbel und Hausrat - mit vier bis sechs Wochen Vorlauf -, dann der DRK-Shop für tragbare Kleidung. Erst was übrig bleibt, wird Sperrmüll.

Wer umgekehrt vorgeht, zahlt am Ende für die Entsorgung von Dingen, die jemand anders gebraucht hätte.